Ultraschall

Transösophageale Echokardiographie - Patienteninformation

Um Ihr Herz genauer beurteilen zu können, ist ein TEE (Transösophageale Echokardiographie),Ultraschalluntersuchung des Herzens von der Speiseröhre aus, notwendig.

Wie erfolgt die Untersuchung?
Sie sollten im nüchternen Zustand (12 Stunden nichts essen und nur Tee oder Wasser trinken) zur Untersuchung erscheinen. Ihre Medikamente können Sie am Morgen noch mit einem Schluck Wasser einnehmen. Sie erhalten bei Bedarf eine medikamentöse Vorbereitung mit z.B. Dormicum (Beruhigung) und Pethidin (Schmerzmittel), was etwas müde machen wird. Beim TEE wird der Schallkopf mittels eines biegsamen Instrumentes in die Speiseröhre eingeführt. Dann kann das Herz von innerhalb des Brustkorbes betrachtet werden.

Können Komplikationen auftreten?
Das TEE ist ein risikoarmes Routineverfahren. Trotz grösster Sorgfalt können in Einzelfällen folgende Komplikationen auftreten:

  • Selten Beeinträchtigung der Atemfunktion bis hin zum Atemstillstand. Das ist im allgemeinen rasch und gut behandelbar.
  • Sehr selten Entzündung bis zur Blutvergiftung, Verletzung durch die Lagerung während der Untersuchung.
  • Selten Schaden am Gebiss bei lockeren Zähnen.
  • Selten Verletzung der Organwand im Verdauungstrakt, des Kehlkopfes durch den Schallkopf bis hin zur Perforation (Durchbruch). Dies kann eine Operation erforderlich machen, die ihre eigenen Risiken hat.
  • Äusserst selten stärkere Blutungen oder Verletzungen bei vorbestehenden Erkrankungen wie z.B. Divertikel oder Ösophagusvarizen.
  • Äusserst selten Herz- Kreislaufstörungen im Rahmen von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Medikamente. Die Überwachung während und nach der Untersuchung reduziert diese Gefahr jedoch massiv.

Häufigkeit der möglichen Komplikationen:
Selten: 1:10-100
Sehr selten: 1:100-1000
Äusserst selten: 1:1000-10000

Information zum Verhalten nach der Untersuchung:
Nach der Untersuchung werden Sie noch so lange überwacht, bis die Wirkung der Beruhigungsmedikamente deutlich nachgelassen hat. Nach der Untersuchung sollten Sie für den Rest des Tages nicht selber aktiv am Strassenverkehr teilnehmen, da Ihre Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt ist. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie Beruhigungsmittel bekommen haben.
Wichtig ist, dass Sie sich unverzüglich melden, falls im Zusammenhang mit der Untersuchung die Symptome einer Komplikation auftreten.
Das sind: Starke bis extreme Brust- oder Bauchschmerzen, Bluterbrechen, schwarz verfärbter Stuhlgang, Fieber und Schüttelfrost. Weiterhin achten Sie bitte auf allergische Reaktionen mit Juckreiz, Ausschlag oder Luftnot.

Vorkrankungen/Medikamente:
Bitte informieren Sie uns über wichtige Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, künstliche Herzklappen, Lungenerkrankungen, Krampfleiden (Epilepsie), Grüner Star (Glaukom), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Allergien, Leberentzündung (Hepatitis) oder andere Infektionskrankheiten (z.B. HIV/AIDS).
Wenn Sie einen Endokarditisausweis besitzen, bringen Sie diesen bitte unbedingt mit zur Untersuchung.
Ebenso ist wichtig, dass Sie uns mitteilen, wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen (Z.B. Marcoumar, Aspirin, Plavix, Fragmin etc.)

Haben Sie weitere Fragen?
Wenn Sie weitere Fragen zur Untersuchung haben, können Sie diese gerne an uns stellen. info@zim.ch

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