Punktionen

Knochenmarkbiopsie - Patienteninformation

Bei einer Knochenmarkbiopsie/Knochenmarkpunktion wird Blut und/oder Gewebe aus dem Knochenmark entnommen.

Wie erfolgt die Untersuchung?
Nach gründlicher Desinfektion der Haut wird die vorgesehene Punktionsstelle (am Rücken im Bereiche des Beckenkammknochens) örtlich betäubt.
Mittels einer speziellen Punktionsnadel wird der Knochen punktiert und eine kleine Menge Knochenmarkblut angesaugt. Das Einführen der Punktionsnadel ist weitgehend schmerzfrei, dagegen kann das Ansaugen des Knochenmarkblutes einen kurzen und heftigen Schmerz auslösen. Anschliessend werden Gewebeproben vom Knochen entnommen.

Können Komplikationen auftreten?
Die Knochenmarkbiopsie ist ein risikoarmes Routineverfahren. Trotz grösster Sorgfalt können in Einzelfällen folgende Komplikationen auftreten:

  • Selten Blutergüsse oder Infektion im Bereiche der Punktionsstelle, die meist keiner Behandlung bedürfen.
  • Sehr selten Verletzung von Hautweichteilen und Nerven mit Ausbildung eines Abszesses, was eventuell zu einer kleinen Operation führt.
  • Äusserst selten Beeinträchtigung der Atemfunktion bis hin zum Atemstillstand bei Überempfindlichkeitsreaktion auf das örtliche Betäubungsmittel.
  • Äusserst selten Verletzung benachbarter Organe wie Darm oder Harnblase, welche eventuell eine Operationen erfordern.

Häufigkeit der möglichen Komplikationen:
Selten: 1:10-100
Sehr selten: 1:100-1000
Äusserst selten: 1:1000-10000

Information zum Verhalten nach der Untersuchung:
Nach der Untersuchung sollte Sie zunächst für einige Stunden auf dem Rücken liegen. Nach der Untersuchung dürfen Sie für den Rest des Tages nicht selber aktiv am Strassenverkehr teilnehmen, da Ihre Reaktionsfähigkeit möglicherweise beeinträchtigt ist.
Wichtig ist, dass Sie sich unverzüglich melden, falls im Zusammenhang mit der Untersuchung die Symptome einer Komplikation auftreten.
Das sind: Starke bis extreme Schmerzen im Bauch oder Rücken, blutiger Stuhlgang, blutiger Urin, Fieber und Schüttelfrost. Weiterhin achten Sie bitte auf allergische Reaktionen mit Juckreiz, Ausschlag oder Luftnot.

Vorkrankungen/Medikamente:
Bitte informieren Sie uns über wichtige Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, künstliche Herzklappen, Lungenerkrankungen, Krampfleiden (Epilepsie), Grüner Star (Glaukom), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Allergien, Leberentzündung (Hepatitis) oder andere Infektionskrankheiten (z.B. HIV/AIDS).
Wenn Sie einen Endokarditisausweis besitzen, bringen Sie diesen bitte unbedingt mit zur Untersuchung.
Ebenso ist wichtig, dass Sie uns mitteilen, wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen (Z.B. Marcoumar, Aspirin, Plavix, Fragmin etc.)

Haben Sie weitere Fragen?
Wenn Sie weitere Fragen zur Untersuchung haben, können Sie diese gerne an uns stellen. info@zim.ch

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