Punktionen

Aszitespunktionen - Patienteninformation

Bei einer Aszitespunktion wird Flüssigkeit aus der Bauchhöhle abpunktiert.

Wie erfolgt die Untersuchung?
Nach gründlicher Desinfektion der Haut wird nach örtlicher Betäubung im Bereich des linken Mittelbauches, selten auch rechts, eine Punktionsnadel eingeführt. Über diese Nadel kann nun ein weicher, dünner Schlauch gelegt werden, worüber die Flüssigkeit abgelassen wird

Können Komplikationen auftreten?
Die Aszitespunktion ist ein risikoarmes Routineverfahren. Trotz grösster Sorgfalt können in Einzelfällen folgende Komplikationen auftreten:

  • Selten Hautblutungen, Blutergüsse oder Hautinfektionen, welche ohne grössere Massnahmen abheilen.
  • Sehr selten bakterielle Infektionen des Bauchfelles bis hin zur Blutvergiftung, welche eine antibiotische Therapie benötigen.
  • Äusserst selten Verletzungen von benachbarten Organen wie Darm, Milz oder Leber, welche in ausserordentlich seltenen Fällen eine Operation benötigen.
  • Äusserst selten Atemstillstand und Kreislaufversagen bei Überempfindlichkeit auf die örtliche Betäubung.

Häufigkeit der möglichen Komplikationen:
Selten: 1:10-100
Sehr selten: 1:100-1000
Äusserst selten: 1:1000-10000

Information zum Verhalten nach der Untersuchung:
Sie sollten sich am Tag der Punktion ausruhen und nicht aktiv am Strassenverkehr teilnehmen. Wichtig ist, dass Sie sich unverzüglich melden, falls im Zusammenhang mit der Untersuchung die Symptome einer Komplikation auftreten. Das sind: Starke bis extreme Bauchschmerzen, Bluterbrechen, Kollaps, schwarz verfärbter Stuhlgang, Fieber und Schüttelfrost. Weiterhin achten Sie bitte auf allergische Reaktionen mit Juckreiz, Ausschlag oder Luftnot.

Vorkrankungen/Medikamente:
Bitte informieren Sie uns über wichtige Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, künstliche Herzklappen, Lungenerkrankungen, Krampfleiden (Epilepsie), Grüner Star (Glaukom), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Allergien, Leberentzündung (Hepatitis) oder andere Infektionskrankheiten (z.B. HIV/AIDS).
Wenn Sie einen Endokarditisausweis besitzen, bringen Sie diesen bitte unbedingt mit zur Untersuchung.
Ebenso ist wichtig, dass Sie uns mitteilen, wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen (Z.B. Marcoumar, Aspirin, Plavix, Fragmin etc.)

Haben Sie weitere Fragen?
Wenn Sie weitere Fragen zur Untersuchung haben, können Sie diese gerne an uns stellen. info@zim.ch

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